»kaffeekränzchen.«





»kaffeekränzchen.«

fotografie. hier & jetzt. liebe. zukunft.


die beste methode, das leben angenehm zu
verbringen ist, guten kaffee zu trinken.
und wenn man keinen haben kann, so soll man
versuchen, so heiter und gelassen zu
sein, als hätte man guten kaffee getrunken.
(jonathan swift)




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wann hört es auf. wann fängt es an.

tag für tag.

die tage beginnen mit stress. rennen zur u-bahn. in dieser hektischen stadt. die hektik, die ich nicht mehr wahrnehme, weil es angenehm ist. es geht weiter mit mindestens 8-10std arbeit oder schule. der feierabend wird eingeläutet und es heißt nach hause hetzen. schnell die wichtigen dinge erledigen....einkaufen, zur post, buchaltung, rechnungen zahlen, aufräumen... weiter... man will ja was von dem abend haben. wieder durch die stadt hetzen. angekommen bei freunden bzw. bekannten. wein oder bierchen trinken. sich einredend, das es die entspannung des tages bringt. verfehlt. denn 2 oder 3 stunden später wieder zur bahn hetzen. nach hause. schlafen. eventuell noch auf den nächsten tag vorbereiten.

 

so geht es tageintagaus. schön ist es ja auch. aber nie entspannend.

 

alternativ dazu, das entspannungsprogramm:
den feierabend einläuten siehe oben. dann einkaufen. überlegen was man essen will. heut mal kein chinamann. nein. kochen ist angesagt. auch allein. das gönn ich mir. also...zu hause kochen. rechner. emails, facebook, myspace checken. sehen was am wochenende geht. auch schon montag. arbeiten? party? chilln? aber chillig geht ja auch nicht. muss ja zumindest am wochenende was los sein... mails gecheckt. weinchen. telefonieren - endlich mal mit freunden aus der heimat, die man eh regelmäßig vernachlässigt. 24uhr. kurz filmchen auf zdf.de. krimi zum einschlafen. bett. 

 

wochenende:
da man ja "nichts" erlebt hat in der woche, endlich mal richtig feiern. oder fotos machen. geld muss ja auch verdient werden. also früh vor fünf nicht zu hause. das freitag, samstag. der tag vorbei. also ab 15uhr wohnung putzen. chilln. abends wieder los. wochenende vorbei...

 

ihr seht, ich frag mich wo ist die zeit? jene in der man wirklich entspannt? die, in der man sich mal wieder in gesprächen verliert, sich geborgen fühlt. weg ist sie. wann nimmt man sie sich? man will ja nichts verpassen. ist alles ein reines ablenkungsprogramm. unser ganzes leben ist es doch so. bis wir jemanden gefunden haben, der einem eben jene vermisste geborgenheit geben kann. ist es das? ich glaube schon. denn liebe & geminsame ziele, verscheuchen diesen ganzen stupiden drang nach aufmerksamkeit im internet, diesen ganzen gruppenzwang auf parties zu gehen und sich immer gut darstellen zu wollen. es ist nicht mehr wichtig, wie man irgendwo, bei irgendwem da steht. man ist eben nicht mehr alleine. jeder drang, nach außen hin immer präsent sein zu wollen, fällt von einem. der ballast fällt von einem ab. ich glaube man nennt es deshalb "sich fallen lassen". weil andere dinge wichtiger erscheinen. aufrichtige zwischenmenschliche dinge eben.

 

dinge, wie rechnungen zahlen, kühlschrank füllen, konto ausgleichen werden nicht verschwinden. aber es wird gemeinsam in gewissen momenten mal nicht darüber nachgedacht. es wird ja auch nicht aufgehoben. aber dennoch werden "zu zweit" die dinge anders angegangen. alltägliche aufgaben werden einfacher gemeistert. es wird sich einfach in vielen momenten auf das einfachste besonnen. nämlich geborgenheit, sicherheit, liebe... und aus eben diesen momenten schöpft man motivation & kraft dinge des folgenden tages einfacher zu meistern.

 

aber das kann man eben nicht erzwingen, und das will ich auch überhaupt nicht. dennoch sieht man, das ein leben ohne partner, ohne eben jene genannte geborgenheit stressig ist. da es eben ein gewisses ablenkungsprogramm ist. und wer wünscht sich das denn nicht. alle, die es nich nicht gefunden haben, dind auf der suche nach einer zweisamkeit. und wir treffen uns. irgendwo zwischen arbeit und party. aber so läuft es. und was will man machen. gefangen im strudel, ringend nach aufmerksamkeit, die man durch einen fehlenden partner nicht erhält, und suchend.

 

niemand ist richtig angekommen. und genau deshlab befinden wir uns alle im selben strudel. bis wir "alt genug" sind und das finden was wir suchen. sehnsüchte die erwidert werden. 

 

aber dennoch bin ich und auch viele andere nicht melancholisch. auch solche zeiten können spaß machen. andere erfahrungfen bringen. & das beste ist, in dieser zeit, in diesem "alleine sein" kann man am besten zu sich selbst finden, wenn man es zulässt. man muss nur mal diesem üblichen ablenkungsprogramm fernbleiben und den abend mit sich selbst verbringen. niemals hat man soviel zeit sich selbst zu studieren wie in jener single-zeit (ich wollte das wort eigentlich vermeiden, leider fehlt das passende synonym). also selbstbesinnung. denn nur wenn wir wissen wir wir selbst ticken, können wir unsere ansprüche und vorstellungen formulieren. und genau das kann - auch wenn es dann anfangs schwerer ist - helfen den/die richtige/n zu finden. und nicht nur das...wir lernen es wir wir unser leben glücklich/erfüllt führen können.

 

es ist alles schwer. irgendwie. für jeden auf eine eigene weise. aber mit allen aufgaben wachsen wir. wirklich. jeden mist den wir durch machen, stärkt uns. also kämpfernatur, schätzelein!

 

und ich bin es und bleib es! auch wenn es manchmal schwer fällt.

 

die sehsucht nach dem "nicht gegebenen" wird immer da sein. ob single/in einer beziehung, krank/gesund, leistungsstark/leistungsschwach, student/arbeitend, geld/wenig geld...

 

egal. hauptsache, man macht das, was möglich ist, um seinem ziel ein stück näher zu kommen. auch wenn man genau diese vorstellung niemals erreichen wird.

 

 

 

 

6.5.10 01:20
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lord of jemüse (6.5.10 01:47)
was willst du verpassen???renn niemanden und nix hinterher...das was es wert ist wird eh zu dir kommen...stay irie


(6.5.10 01:49)
ick hab ja murmel.


dschulie / Website (17.5.10 21:06)
ich fühle manchmal genauso, dabei lebe ich in einer kleinstadt und gehe zur schule.
möglicherweise kommt es tatsächlich nicht auf den Ort an, an dem man ist, sondern auf die Menschen, mit denen man seine Zeit verbringt.

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